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Fotografie im Wandel der Zeit (Dokus)

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Benutzerbild von delhidreamdivas
delhidreamdivas sagte am Dienstag, den 05.06.2018 um 15:32 Uhr:

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Benutzerbild von ritch
ritch sagte am Samstag, den 17.12.2016 um 13:38 Uhr:

Moin Ruedi

Dann habe ich das Bild Deines Großvaters richtig interpretiert auf Grund des Polizeisterns am Helm. (Ich schicke Dir privat mal ein ähnliches Bild, sobald ich einen neuen Flachbrettscanner habe.)
Mein billiger Dia-Scanner hat zwar auch einen Bildschirm und ist mit SD-Card unabhängig vom PC, aber die Auflösung und Farbtreue ist nicht wirklich brauchbar. Er ist es nicht wert, weil die Digitalisierung per Hand sehr viel Zeit in Anspruch nimmt und man somit bessere Ergebnisse erwarten sollte. (Ich denke z. B. über einen Canon 9000F FB-Scanner nach, da ich damit Papier-Alben und Dias bis zu 9600x9600 dpi scannen könnte. Gerade bei Dias wichtig, da ihre feine Körnigkeit extreme Auflösungen erlaubt. Wenn man viele Dia-Kästen und Alben hat, amortisiert sich imho der Anschaffungspreis auch gegenüber den automatischen Scans professioneller Dienstleister … und ich möchte die Originale auch nicht gerne aus der Hand geben, seitdem ich gesehen habe, wie so manche unterbezahlten und somit nachvollziehbar-gefrusteten Paketauslieferer mit den Warensendungen umgehen.)

Genealogie: Bis zu meinem Urgroßvater komme ich allein schon durch die Foto-Alben, aber im Gegensatz zur neutralen Schweiz ist in Deutschland vieles durch die Weltkriege zerstört worden. Ich mache mir diesbezüglich keine allzu großen Hoffnungen, würde es jedoch gerne mal probieren. Vielleicht hat man Glück und findet dabei andere Zweige des Stammbaums, die noch Unterlagen besitzen. Spannend wäre es allemal! [Meine Oma erzählte mir früher, dass ihr Mann seinerzeit einen „Ariernachweis“ erstellt hatte, der angeblich über Jahrhunderte zurück reichte. Anekdote oder Wahrheit? Schwer zu sagen … Dass dieser Stammbaum nach dem Krieg verschwand, ist jedoch auf Grund seiner Entnazifizierung nachvollziehbar.]

Lübecker Marzipan: Auch darüber gibt es eine interessante Anekdote aus einer altvorderen Belagerung unserer Stadt, bei der die Belagerer die Bürger aushungern wollten, was jedoch nicht klappte, da wir findig waren und aus den vorhandenen Lagerbeständen Marzipan herstellten. So merke man sich: Belagere niemals eine Hansestadt voller „Pfeffersäcke“, die rechnen können. ;D

Beste Grüße in die neutrale Schweiz,
ritch

Benutzerbild von Immoos
Immoos sagte am Freitag, den 16.12.2016 um 23:02 Uhr:

Guten Abend Ritch
Der junge Herr mit dem Säbel ist mein Grossvater. Der Stern auf dem Tschako bedeutet dass er bei den Guiden, den berittenen Truppen war. Guide sein war eine Ehre. Das war nämlich die Generalsgarde und Heerespolizei! Die Foto stammt von ungefähr 1900!
Ich scanne Dias mit "Reflecta X7 Scan". Der ist unabhängig von einem Computer und speichert auf SD-Cards, und übrigens äusserst preiswert. Ich bin sehr zufrieden damit!
Wenn du Sütterlin lesen kannst, ist deine Ahnenforschung so gut wie unter Dach. Das ist das grösste Hindernis bei den meisten, die forschen wollen. Sie können die alten Texte nicht lesen. Freu dich aber nicht zu früh, später muss man noch Kanzlei-Schriften entziffern können. Das ist eine andere Geschichte! Wenn ich kann und das über die Distanz geht, helfe ich dir gerne!
Alleinerbe war ich nicht, aber wir drei Buben sind ein Herz und eine Seele, kein Zank und rein gar nichts. wir besitzen den Nachlass gemeinsam. Die Arbeit darf meistens ich machen!

Gruss nach Lübeck, wenn ich mich richtig entsinne. Da kommt doch das gute Marzipan vom Nydegger her, oder? Das nehmen wir immer mit, wenn wir in Hamburg sind!
Ruedi

Benutzerbild von ritch
ritch sagte am Freitag, den 16.12.2016 um 22:38 Uhr:

Grüß Dich, Ruedi

Vielen Dank für Deinen Kommentar und die interessanten Links. Ich hatte das Glück, Alleinerbe gewesen zu sein, und dass meine Vorfahren ihre Dias und Fotos wie einen rohen Augapfel behandelten. Fotoalben und Diakästen wurden nur zu besonderen Gelegenheiten aus dem Wohnzimmerschrank geholt. So hielt das Material natürlich länger, aber dennoch wird es nun Zeit, es digital für meine Töchter zu konservieren. Und die Winterzeit bietet sich dafür an.
Mein bisher genutzter Dia- und Negativscanner ist nicht das Gelbe vom Ei, also informiere ich mich über den letztjährigen Sieger unter den Flachbrettscannern mit Dia-Schiene und Durchlichteinheit.

Tja, zwei Extreme – Vergangenheit und Zukunft der Fotografie in meiner Brust – lässt es sich verbinden? Ich denke schon, denn wenn man die heutige Technik nutzt, um das Vergangene zu konservieren oder gar versucht, es zu rekonstruieren, dann könnte sich daraus eine zeitlose Brücke ergeben … oder wie ich es immer benenne: „Fotozeitmaschine“. ;) Zudem kann ich dank meiner Oma Sütterlin lesen, was bei manch uralten Fotos von Vorteil ist.

Zu Deinen Links: Der Herr mit dem Säbel – war das wirklich ein Soldat? Der Stern auf seiner Mütze erinnert mich eher an einen Schupo, da mein Vater in seiner Ausbildungszeit einen ähnlichen Helm trug.
Nach der Digitalisierung der glücklicherweise beschrifteten Diakästen und Alben mit Namen und Datumsangaben werde ich mich, sofern Du mir als Fachmann dabei helfen magst, auch gerne an die Genealogie herantrauen.

Beste Grüße und vielen Dank,
ritch

Benutzerbild von Immoos
Immoos sagte am Freitag, den 16.12.2016 um 07:50 Uhr:

Hallo,
Auch mein Vater war in unserer Region ein Fotopionier. Er fotografierte schon ab 1940, mit eigener Dunkelkammer. Ich besitze noch sämtliche Negative und die meisten seiner Papierabzüge. Später fotografierte er nur noch Dia-Positive, die er an den langen Winterabenden ohne Fernseher in den Anfangszeiten noch selber rahmte. Auch alle seine Dias sind in meinem (unserem Brüder) Besitz. Ich bin am Sichten digitalisieren all seine Dias (über 4000 Stück). Teilweise sind das Zeitdokumente im lokalen Raum, geografisch und soziokulturell. Leider sind viele Bilder aus Altersgründen blass und haben Farbstiche bekommen. Eine Heidenarbeit, die ich immer so zwischendurch wieder aufnehme. Schon mein Grossvater muss fotografiert haben, da auch ältere Bilder meines Vaters und seiner Familie vorhanden sind, die nicht von einem Fotografen stammen. Mit welchen Foto-Kameras ist mir nicht bekannt, da leider nur eine alte 9mmm Filmkamera (Pathé) mit einigen Familienfilmen erhalten geblieben ist. Ein interessantes Gebiet, das Ritch hier angestossen hat. Ich denke da liegen noch wahre Schätze auf verschiedenen DAchboden. Wer es interessiert schaut einmal auf meinen Blog:

https://ahnennamenwappenundmehr.wordpress.com/2016/05/21/fotoalben-heute-fotobuecher-physische-und-vi rtuelle-zeigen-nur-die-halbe-wahrheit-photo-albums-photo-books-today-physical-and-virtual-show-only-h alf-the-story/

https://ahnennamenwappenundmehr.wordpress.com/2016/05/14/dachboden-und-keller-fundgruben-fuer-genealo gen-attic-and-basement-bazaars-for-genealogists/

Gruss Ruedi

Benutzerbild von ritch
ritch sagte am Donnerstag, den 15.12.2016 um 15:59 Uhr:

1. Kodak:
Da mich Retrospektiven sehr interessieren, suche ich hin und wieder auf Youtube nach entsprechenden Dokumentationen. Der Film, welchen ich den eingefleischten Fans unter euch gerne vorstellen möchte, stammt aus Kodaks allerheiligsten "Asservatenkammer". Länge 1:04:14, Sprache Englisch. Der Kurator selbst führt in einem lockeren, doch sehr informativen Gespräch mit einem deutschen Fotografen durch die Geschichte von Kodak/Eastman vom Beginn der Fotografie bis ca. 2004. Sammlern solcher Schätze sollte das Herz aufgehen. ;) Am Ende der Doku folgt noch eine Diskussion zum Thema "Analog vs. Digital".
https://www.youtube.com/watch?v=6U0E74tuie4

Auch sehenswert: Eine professionellere Doku in drei Teilen: https://www.youtube.com/watch?v=1i78MPxT0oU&spfreload=1

Zum Schmunzeln habe ich noch eine Compilation von Kodaks früheren Werbespots gefunden:
https://www.youtube.com/watch?v=yIqNDmkNKeo
Außer, dass die Werbung allgemein immer lauter, bunter und nerviger wurde, hat sich an der Strategie der Produktanpreisung im Grunde bis Heute nichts geändert, oder? ;)

[Auch ich besitze eines dieser Schätzchen mit massig Original-Zubehör: Retina 3c, Baujahr 1954 aus erster Hand im Familienbesitz und deshalb grundsätzlich unverkäuflich. Der damalige Neupreis dieses "Flagschiffs" lag bei 175$, was heutzutage einem Wert von über 1200$ entspricht. Es war sozusagen die "Pentax für Preisbewusste" und die erste Kamera, die ich in der Hand halten durfte, als mein Vater es mir als damaliger Knirps in den 70'ern erlaubte ;). https://www.youtube.com/watch?v=NDHVJ9BOsdE
Rollfilme gibt es dafür noch, aber das Problem besteht in der Wartung, da die geschulten Feinmechaniker langsam aussterben.]

Falls ihr informative YT-Beiträge zum Thema "Fotografie im Wandel der Zeit" oder diesbezüglich zu eurer Lieblings-Herstellerfirma findet, dann postet sie mit persönlicher Anmerkung gerne an dieser Stelle. Retrospektiven stellen schließlich keine Schleichwerbung dar, sondern sind Zeitdokumente.

Beste Grüße,
ritch