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Knackiges SW, aber wie?

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Benutzerbild von Olli.Garch
Olli.Garch sagte am Sonntag, den 27.05.2018 um 00:07 Uhr:

Wie der erste Link ganz richtig sagt: "Use Light and Shadow to Your Advantage" !
Die Beispiele unter beiden Links zeichnen sich in erster Linie durch Vorhandensein von tiefstem Schwarz aus. Versuch mal auszuzählen, wie viele Grautöne welcher Helligkeit in diesen Aufnahmen vorhanden sind, dann kommst Du schnell hinter das Geheimnis.... ;-)
Bin gespannt auf die Ergebnisse!
Gruß Olli

Benutzerbild von ritch
ritch sagte am Samstag, den 12.05.2018 um 14:33 Uhr:

Hier habe ich ein paar tolle SWs gefunden, von denen einige richtig knackig sind: https://www.thephotoargus.com/60-inspiring-examples-of-black-and-white-photography/
Und das ist so richtig nach meinem Geschmack: https://www.pinterest.de/pin/769552655052023535/
Wie Du bereits erwähntest, Olli: Licht und Schatten scheinen die halbe Miete für gute SWs zu sein. Bislang war ich der Meinung gewesen, man könne es erstrangig in der BA hinbekommen, aber dem ist wohl nicht so.
Also, Alpha ist geladen, ich bin motiviert und nun experimentiere ich mal mit Licht und Schatten ... Stativ, Fernauslöser und Zimmerscheinwerfern .,. fehlt nur noch das passende Modell. ^^
Beste Grüße,
ritch

Benutzerbild von ritch
ritch sagte am Freitag, den 11.05.2018 um 19:27 Uhr:

Wenn das nur der Freistellung dient, dann brauche ich es nicht, denn dafür gibt es wohl bessere Methoden, wie z.B. Ebenen-Verrechnung und LZB. Wenn es jedoch dabei hilft, bestimmte Objekte oder Flächen in einem umgewandelten SW ohne aufwendiges Tablett-Markieren farbig zu belassen oder neu einzufärben, dann könnte es für mich interessant sein.
Um jedoch zurück zum Thema zu kommen: Dodge&Burn kann auch ein sehr knackiges SW mit dem Gegenteil der von Dir vorgeschlagenen Reduktion der Mitten erzeugen - findest Du nicht auch? Den Begriff "knackig" richtig zu erklären, ist schwer für mich, da subjektiv. Am Besten verlinke ich mal ein Bild in diesem Faden, um meine Vorstellung aufzuzeigen, und Du erzählst mir dann freundlicherweise , wie ich möglichst mit Freeware da hin kommen könnte, ohne mir beim Schrauben die Gelenke auszukugeln, Olli. 8)
Beste Grüße,
ritch
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Schockierende News: "Es gibt keine eierlegenden Wollmilchsäue!" ... Entwarnung: Es sei denn, man züchtet sie selbst. ;)

Benutzerbild von Olli.Garch
Olli.Garch sagte am Donnerstag, den 10.05.2018 um 22:33 Uhr:

Du als User mußt gar nicht wissen, wie die U-Point-Technology funktioniert, das muß nur die Software beherrschen. Das Ganze ist lediglich ein Trick, um Objekte bzw. Bildbereiche von anderen Objekten bzw. Bildbereichen zu separieren, um sie gesondert behandeln zu können (Farbe, Sättigung, Schärfe usw.), ohne die klassischen Mitteln (Zauberstab, Lasso, Pfade legen) anwenden zu müssen. Funktioniert so lala - trennscharfe Separierung von Bildobjekten stelle ich mir zwar anders vor, aber für den Hausgebrauch reicht es aus!

Benutzerbild von ritch
ritch sagte am Mittwoch, den 09.05.2018 um 05:35 Uhr:

Im SW-Buchdruck wird aus Kostengründen einfarbig gerastert, was bei entsprechender DPI den Eindruck von Graustufen erzeugt. Das wäre echtes SW. Echte Graustufen sind hingegen nur durch eine Farbmischung zu erreichen, was genauso teuer ist wie der Farbdruck. Das Schwarz wäre somit eine reale Farbe, wohingegen es auf Monitoren und in der physikalischen Realität keine Farbe, sondern das Nichtvorhandensein jeglicher biologisch-wahrnehmbarer Strahlung ist. Damit haben wir das Universum, in dem es keinen Ort ohne Strahlung gibt, ausgetrickst. ^^
Zum Thema U-Point muss ich mal auf YT suchen - vielleicht erschließt sich mir dadurch der praktische Nutzen eher als durch gerasterte Buchstaben.
Auf jeden Fall habe ich schon mal wieder etwas gelernt. Vielen Dank und beste Grüße,
ritch

Benutzerbild von Olli.Garch
Olli.Garch sagte am Dienstag, den 08.05.2018 um 12:43 Uhr:

Sagen wir mal so: Der Extremfall von "knackigem Schwarzweiß" wäre ein Bild ohne Graustufen (wie mit "Grenzwert"-Filter) erreichbar. Ich nehme mal an, das früher so genannte "harte" Fotopapier hatte ebendiese Eigenschaft, weniger Graustufen zuzulassen und dadurch diese herrlich kontrastreichen Entwicklungen zu ermöglichen.
Aber, wie gesagt, die ursprüngliche Ausleuchtung der fotografierten Szene mit klar definierten Spitzlichtern und Tiefen ist m.E. wichtiger als die Fähigkeiten bei der Nachbearbeitung.

@ U-Point-Technologie: Die von der Entwicklerfirma der NIK-Filter patentierte Technik, einen Bildbereich zu markieren, der selektive Veränderungen bei Kontrast, Schärfe, Sättigung etc. erlaubt, ohne andere Bildbereiche zu beeinflussen. Man markiert eine Stelle mit einer "Stecknadel", um die herum ein Kreis mit radialem Gradienten aufgezogen wird, wobei Objekteigenschaften (Kanten, homogene Flächen) mit einbezogen werden, um letztendlich eine Freistellung einzelner Objekte im Bild zu erreichen, ohne ein Pfadwerkzeug oder dergleichen bemühen zu müssen.

Benutzerbild von ritch
ritch sagte am Montag, den 07.05.2018 um 19:35 Uhr:

Vielen Dank, lieber Olli, das war eine Aufklärung im Schnelldurchgang! Wenn ich das somit richtig verstanden habe, kommt es nicht erstrangig auf die Anzahl der Kamera-seitigen Blendenstufen an, sondern auf die BA der hellen und dunklen Bereiche (im RAW) um es knackig zu gestallten wie im analogen SW (?)
Einen HDRI-Monitor kann ich mir auch nicht leisten (nicht mal einen 4K, den ich wirklich nicht brauche), und es bringt ja auch wohl nix, wenn man solche Bilder fürs WEB nicht entsprechend konvertieren kann.
Farbvorsatzlinsen sind laut Deiner Beschreibung auch nicht digital nützlich (außer IR oder Nebelfilter).
"U-Point-Technologien" sind für mich böhmische Wälder, aber könnte ich ja mal testen, wenn es eine Chance gäbe, es zu verstehen. ;)
Letztendlich möchte ich ja "nur" ein SW im analog-Stile digital erstellen, ohne meine alte Kiev 6C aus der Asservatenkammer entführen zu müssen.
Vielen Dank für Deine Infos im Schnellwaschgang, Olli. ^^ Also schraube ich nun mit RawTherapie und Darktable, bis ich es vollends begriffen habe, um mich zu trauen, etwas Entsprechendes hochzuladen. ^^
Beste Grüße,
ritch

Benutzerbild von Olli.Garch
Olli.Garch sagte am Montag, den 07.05.2018 um 17:21 Uhr:

Der Dynamikumfang von z.B. 9 Blendenstufen sagt ja nur etwas darüber aus, wieviele Helligkeitsabstufungen der Sensor aufzeichnen kann. Werden sie überschritten, werden Lichter zu reinem Weiß ("fressen aus") bzw. Tiefen zu reinem Schwarz ("saufen ab").
Nehmen wir zur Verdeutlichung an, ein Sensor würde genau 9 Helligkeitsstufen aufzeichnen, wobei Stufe 1 = Schwarz, Stufe 9 = Weiß, die Stufen dazwischen zeigen Grautöne, die in Sachen Helligkeit möglichst großen und gleichmäßigen Abstand voneinander haben. Das ergäbe ein ausgewogen wirkendes Bild, bei dem im mittleren Helligkeitsbereich jedoch relativ wenig Differenzierung stattfindet.
Würde man nun alle dunkleren Stufen mit einem zunehmenden (womöglich logarithmischen) Faktor abdunkeln und die helleren aufhellen, würde sich im Mittelbereich eine Art Lücke ergeben - und diesen maximierten Lokalkontrast empfindet der Betrachter als "knackig". Verbal schwer zu beschreiben, aber ich hoffe, trotzdem nachvollziehbar.

Mit einer Belichtungsreihe ließe sich der Kontrastumfang von z.B. 9 (jeweiliges Einzelbild) um den Betrag steigern, der sich aus dem Belichtungsabstand zwischen den Bildern (z.B. 2) und der Anzahl der Bilder in der Serie (z.B. 5) ergibt. Im Beispiel: -4, -2, 0, +2, +4 EV ergäbe einen summarischen Kontrastumfang von 17 EV (Blendenstufen). Die Crux dabei: Ein von der HDR-Software errechnetes Hochkontrastbild (HDRI) ist nicht darstellbar, weil es kein Medium (Monitor) gibt, das diesen Kontrastumfang abbilden könnte. Folglich kommt als nächster Schritt in der Verarbeitung das Tonemapping, das die Aufgabe hat, den Kontrastumfang wieder so zusammenzustauchen, daß das Bild auf einem Monitor mit z.B. 9 EV-Stufen anzuschauen ist. Dabei geht Kontrast verloren - HDR-Bilder sehen nicht selten weit flauer aus als ein normal belichtetes Einzelbild vom gleichen Motiv, aber i.d.R. ist die Kontrastverteilung besser (mehr Zeichnung in sonst unter- bzw. überbelichteten Bereichen).
Fazit: Eine HDR-Bearbeitung liefert typischerweise das Gegenteil von "knackig".

Farbige Vorsatzfilter erhöhen (bei Verwendung eines Schwarzweißfilms) nicht den Kontrast an sich, sondern sie schlucken Wellenlängen, was - abhängig vom Motiv - spezifische Kontrastunterschiede liefert. Beispiel: Eine rote Gartenbank vor einem grün belaubten Busch
- mit grünem Farbfilter: fast schwarze Bank, sehr helles Blattwerk;
- mit orangem Farbfilter: helle Bank vor dunkelgrauen Blättern.
Ein gescheiter RAW-Konverter bietet nach Umwandlung der Farbaufnahme in Monochrom simulierte derartige Farfbilter. Flanschst Du die Farbfilter jedoch vor der Aufnahme an die Kamera, erzeugt das Bilder mit Farbstich, die auch in kein vernünftiges s/w mehr zu konvertieren sind (also umwandeln kann man sie schon, aber es sieht doof aus).

Die Aufgabe von Viveza ist allerdings nicht die Bearbeitung von s/w-Biildern, sondern das farbliche (farbige?) Aufpeppen von mehr oder weniger sauber isolierten Regionen in einem Bild (U-Point-Technologie). Ich muß ehrlich gestehen, daß Viveza in meinem Workflow als das überflüssigste Element der NIK-Filtersammlung erscheint (abgesehen von diesem Analogfilmsimulationsfilter, den ich erst gar nicht installiert habe).

Alles klar? :-)))
Gruß Olli

Benutzerbild von ritch
ritch sagte am Sonntag, den 06.05.2018 um 23:43 Uhr:

Danke, mit solchen Tipps kann ich was anfangen. Also ist die richtige Ausleuchtung das A&O? Moderne Digicams besitzen einen Kontrastumfang von 9+ Blendenstufen. Das ist sicherlich auch wichtig, oder? Wie verhält es sich mit Vorsatzfilter bei passendem Gewinde in der digitalen Fotografie? (Beispiel: https://klein-gedruckt.de/2014/01/farbfilter-bei-analoger-sw-fotografie/ - der Artikel beschreibt, dass solche Filter (mit Ausnahme des IR) heutzutage keine Anwendung mehr finden, da die digitale BA jene Aufgaben übernehmen kann. Ist das grundsätzlich richtig, oder habt ihr diesbezüglich andere Erfahrungen gemacht?)
Ließe sich der Kontrast-Umfang nicht auch oder sogar besser durch ein dezentes SW-HDR steigern? (Also eine echte Belichtungsreihe und kein Pseudo. Und mit SW meine ich natürlich Graustufen und kein "gedrucktes" SW.)
Die Nik Suite bietet neben HDR auch Silver Efex Pro - das ist ja schon ganz nett für Schrauber - aber da gibt es auch noch Viveza, und das verstehe ich irgenwie gar nicht, da mir diese ganzen BAs bereits komplizierter erscheinen als das CGI. *duck* Warum gibt es scheinbar keine Programme, die eine alte Dunkelkammer qualitativ simuliert? Belichten, Chemobad und fertig ... ;) Ok, vielleicht gibt es das bei hochpreisiger Software, aber sowas kommt für CC-Fans natürlich nicht in Frage.
Beste Grüße,
ritch

Benutzerbild von Olli.Garch
Olli.Garch sagte am Sonntag, den 06.05.2018 um 22:28 Uhr:

"Knackig" wirkt ein s/w-Bild ja in erster Linie durch hohe Kontraste. Um die zu erhalten, braucht man viel Licht und viel Schatten - mit anderen Worten: Die Lösung des Problems liegt vielleicht weniger darin, die ultimative Software zu finden, sondern das Ausgangsmaterial (Bild) so zu gestalten, daß es Basis-Knackigkeit zur weiteren Bearbeitung hergibt. Huessis Heizung sieht ja nicht umsonst stark angeblitzt aus.
Gruß Olli

Benutzerbild von Huessi
Huessi sagte am Samstag, den 05.05.2018 um 19:00 Uhr:

Also mein lieber ritch,

ich verwende einige Programme mit denen ich arbeite ... i.d.R. DxO, Capture One, PhotoScape, HDR Projects elements 64bit, auch die PhotoShop Filter.

Wenn ich es, wie erwünscht, mit Schrauben, Drehen und Filtern hinbekomme dann ist die Freude groß
Wenn die Freude klein bleibt ... erledigt sich die Aufnahme.

Manchmal hat man ein Foto das sich super bearbeiten lässt ... manchmal ist es nicht so ... dann bringt alles Schreuben der Welt nichts.

Tut mir leid wenn ich nicht mehr helfen kann.

Gruß
Jürgen

Benutzerbild von ritch
ritch sagte am Samstag, den 05.05.2018 um 17:26 Uhr:

Liebe Bilderfreunde,
Wenn ich mir alte analoge SW-Abzüge anschaue oder SW-Bilder von professionellen Fotografen, dann wirken meine digitalen SWs dagegen recht flau und ich kann so viel an den NIK-Reglern drehen wie ich will, aber ich erreiche einfach nicht jene Ergebnisse. Kennt ihr vielleicht irgendwelche Programme (außer "Silver" der NIK-Suite), die auf SW geeicht sind, um richtig knackige Ergebnisse mit großem "Tonwert"-Umfang zu erstellen? Früher im heimischen Speisekammer-Fotolabor war das irgendwie noch ganz einfach, weil die Abzüge in SW alle toll aussahen, aber digital bekomme ich das einfach nicht gebacken. Oder liegt es vielleicht an der Kamera und modernen Chips, die auf Farbe geeicht sind und SW nur lieblos-programmatisch simulieren? Irgendwo las ich mal etwas über Sensoren, die zwei Messmodi besitzen - einen für Farbe und einen für Helligkeiten. Ist das normal oder vielleicht schon Hubble? Ich habe natürlich nicht vor, mir unbezahlbares NASA-Equipment anzuschaffen, um mal wieder ein tolles SW wie aus analogen Zeiten zu erstellen, aber vielleicht hat ja jemand von euch einen guten Tipp oder anschauliche Tutorials, wie man professionelle SWs erstellt.
Auf dieses Thema kam ich gerade wieder durch einen aktuellen Upload von Huessi, der zur Veranschaulichung meiner Problematik dient: http://piqs.de/fotos/204256.html
(Es steht natürlich außer Frage, dass diese Cam zum Besten gehört, was sich ein Normalsterblicher leisten kann ;) aber darum geht es nicht, sondern um diesen speziellen Touch von "Silberbromid". Besser kann ich es nicht erklären, was ich unter SW verstehe.)
Beste Grüße,
ritch