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Fotos und Design

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Benutzerbild von ritch
ritch sagte am Mittwoch, den 03.05.2017 um 17:18 Uhr:

Lets talk about art ...
*grinse* Nein, Olli, jener Weizenwiederkäuer spielte nun wirklich nicht in meiner Liga, da er mit seinen bunten Kringeln nie einen Piqs-Monats-Oskar gewonnen ha(ä)tte. *lach* Aber um es als Banause nun rund zu machen: Ich besitze noch Bilder aus der Kindergartenzeit meiner Töchter mit oberflächlich betrachtet ähnlich künstlerischem Anspruch. Zur Verteidigung der Zwerge muss jedoch angemerkt werden, dass sie nur billige Wachsmalstifte statt hochwertiges Acryl besaßen und keine gestandenen Maler waren, und ihre Frühwerke somit leider noch nicht bohemisch begründen bzw. zerfaseln konnten. Wenn ich mal traurig bin, dann schaue ich mir im Netz Video-Vorträge sogenannter Kunstsachverständiger oder Kuratoren an, wie sie mit wahnwitzigen Interpretationsversuchen und Herleitungen die versammelten Schöngeister in den Schlaf wiegen. Da klatsche ich mir doch vor Lachen ob dieser Realsatire mit Loriot-Charakter auf die Schenkel, und der Tag ist gerettet. ;D
Anschauliches Beispiel: Eine weiße Leinwand, 1x2 Meter mit einem schwarzen Kreis. Wert: Vierstellig, weil es von einem bekannten Spinner aus der hyper-minimalistischen Kunstszene signiert wurde. Für solch eine Überflüssigkeit bräuchten wir nur Gimp und zwei Klicks. Und nun fängt der Kunstsachverständige an, darüber zu labern ... Also, wenn das mein Bild wäre, dann würde ich mich schämen, überhaupt einen Interpretationsversuch zu wagen, sondern lieber die Hand aufhalten und schmunzelnd den Preis von Schöngeistern einsacken, die anscheinend zu viel Geld und kahle Wände in ihren Luxusvillen besitzen. ;)
Ich erinnere mich noch gut an Beuys - fettiger Stuhl und dreckige Badewanne, doch jene kritische Intention des Künstlers meine ich gerade noch verstanden zu haben, obwohl es zuerst ebenso belustigend war.

Bei meiner Bastelidee geht es nicht darum, einen neuen Kunststil zu kreieren, über den man geteilter Meinung sein darf, sondern um günstiges Gebrauchsdesign, welches jedes Kind basteln kann. Es liegt mir auch fern, eine Fünfjährige mit einem Hundertwasser-Bildband auf bunte Kringel einzunorden ...denn das kann sie vielleicht schon selbst, wenn man ihr die entsprechenden Mal-Utensilien gibt und sie motiviert mit "Tob dich aus!". ;)
Heutige Digicams können bereits intern Panoramen erstellen. Also ab ins Weizenfeld und einmal rundherum filmen. Schon hat man ein Motiv zum Bekleben eines Ravioli-Blumentopfs, an dem vielleicht auch der alte Friedrich gerne geleckt hätte. ;) Es ist nicht mal ein Unikat mit beschränkter Auflagenhöhe, sondern einzigartig. Für kreative Erwachsene ergeben sich zudem noch andere Möglichkeiten der Bildbearbeitung ... Wen interessiert es am Ende, ob es mal eine Dose war? Die Käufer von Warhols Tomaten-Kunstdrucken hatte es auch nicht interessiert. ;)

Beste Grüße,
ritch

Benutzerbild von Olli.Garch
Olli.Garch sagte am Mittwoch, den 03.05.2017 um 13:21 Uhr:

Friedrich Stowasser, a.k.a. Friedensreich Hundertwasser, lebte in jungen armen Jahren von einem Sack Weizenkörner pro Monat. Scheint, wenn ich mir den Berühmtheitsgrad betrachte, die bessere Diät gewesen zu sein ... *lach*

Benutzerbild von ritch
ritch sagte am Dienstag, den 02.05.2017 um 19:57 Uhr:

Liebe Gudrun
Danke sehr für Dein Interesse und Deinen Kommentar! ^^
Vielleicht lässt sich sowas wirklich verkaufen, da es schließlich nicht von der Stange ist. In meiner direkten Nachbarschaft befindet sich ein kleiner Laden einer Kunsthandwerkerin (genauer: Malerin). Manchmal schaue ich mir durch die Schaufensterscheibe ihre großformatigen Bilder an und frage mich in romantischer Verzückung, was passieren würde, wenn eine reale Malerin auf einen CGI-Bastler trifft ... das Ergebnis solch einer Liaison wäre vielleicht eine Christo-Verhüllung des Holstentors mit einem Froschmotiv. *lach* Bei der Preisgestaltung solch eines Blumentopfs kann man sehr niedrig ansetzen, da die Materialien so gut viel nix kosten, sofern man einen Farblaserdrucker besitzt ... dazu noch immergrüne Pflanzen, die man selbst züchten kann (ich habe den YT-Channel von Detlef Römisch abonniert, der ein Meister des Grünen Daumens und richtig lustig (wie Peter Lustig) drauf ist :D). Bei den Lampenschirmen muss man etwas mehr investieren, aber sie machen sich energetisch schnell bezahlt, da ein 5W-LED-Strahler mittlerweile eine 50W-Tageslichtbirne älterer Bauart ersetzen kann. Die Lichtausbeute eines früheren 300W-Deckenfluters lässt sich somit heutzutage trotz gestiegener Strompreise sehr viel günstiger realisieren. Eine Brandgefahr besteht ebenfalls nicht, da solche LEDs keine Wärme erzeugen und der Schirm eine Metalldose ist. (Wichtig für die Versicherungstechnische Absicherung.)
Aber worum es bei solch einem Projekt erstrangig gehen sollte, ist die praktische Kunst der Erstellung eines Design-Unikats. Man kann natürlich einer Fünfjährigen ein Smartphone in die Hand drücken und ihr kurz erklären, wie man Panoramen erstellt ...aber Bildende Kunst ist das noch nicht, sondern höchstens ein lustiges Bastelprojekt für Kindergärten und Muttertage. ;) Die wahre Kunst beginnt (imho) an anderer Stelle: https://www.moma.org/collection/works/79809
So primitiv es auch erscheinen mag, aber dieser Künstler hatte damit eine ganze Generation geprägt.

Ravioli-Matsche: :D Du wirst vielleicht lachen, aber als Student hatte ich mich davon und mit Toastbrot und Marmelade ernähren müssen. ;) Seltsamerweise ist es mir bis heute nicht aus den Ohren herausgekommen, was vielleicht daran liegt, dass ich mir nun die gute Matsche von Maggi leisten kann. Als Koch bin ich trotz Rosin-Fan jedoch nicht zu gebrauchen, da ich mit einer Mikrowelle verheiratet bin. ;D

Beste Grüße,
ritch

Benutzerbild von Gudrunursula
Gudrunursula sagte am Dienstag, den 02.05.2017 um 13:14 Uhr:

Lieber Ritch,

hast du wirklich derartige Blumentöpfe und Lampenschirme bei dir rumstehen bzw. hängen?
Jedenfalls dürften das wirklich Unikate sein. Du solltest diese Kunstwerke auf Handwerker- und Kunstmärkten verkaufen! ;)

Viele Grüße

Gudrun

P.S.: Wirklich Ravioli? Sägespanrotmatschedosenravioli??

Benutzerbild von ritch
ritch sagte am Sonntag, den 30.04.2017 um 10:58 Uhr:

Liebe kreative PIQS-Gemeinde

In einer stillen Stunde meiner sehr knapp bemessenen Freizeit *schmunzel* als Autor und Verleger kam mir eine Idee …
Als Junggeselle (glücklich und nicht suchend) fallen bei mir zuweilen Konservendosen an (meist Ravioli), welche ich, wie jeder umweltbewusste Bürger, mit dem gelben Sack dem Recycling spende oder als WLAN-Richtantennen verbaue. Soweit, so gut, so langweilig … doch nun geht es los:
Beim Abknibbeln der Papierumrandung stellte ich fest, dass diese nicht wie angenommen flächig verleimt ist, sondern nur an einer überlappenden Stelle. Bitte nicht lachen, denn das ist eine fundamentale Erkenntnis bezüglich der effektiven Rohstoffersparnis (in diesem Fall Leim) in der Massenproduktion. ;) Daraus ergeben sich vielfältige Möglichkeiten, von denen ich zwei getestet habe und hier kurz zum Nachbasteln (für Menschen mit Grünem Daumen, Designer und Kindergärtnerinnen) vorstellen möchte:

1. Der einzigartige Blumentopf.
Vermesst die abgelöste Banderole oder scannt sie als Vorlage, um darin ein Foto eurer Wahl am Computer einzubinden. Bedenkt dabei auch den Überlappungsbereich, falls ihr Leim sparen möchtet.
Alternativ funktioniert auch eine vollflächige Leimung mit Struktur, wenn ihr eine Bürste ansetzt, um die selbst-gestaltete Banderole an die Oberfläche der geriffelten Dose anzupassen, wobei der Fotoausdruck in der Vertikalen etwas größer sein sollte. Das untere Viertel der Dose wird mit groben Kieselsteinen befüllt, damit die Wurzeln nicht vergammelnd im Wasser stehen, darüber dann Blumenerde. Et voilà hat man einen einzigartigen Blumentopf, der so gut wie nichts kostet und auch als Bastelprojekt für kleine Kinder geeignet ist (damit sie im Reallife mit dem Smartphone ihre Lieblingsmotive knipsen können, statt blind-abgelenkt gegen einen Laternenpfahl zu laufen. :)

2. Licht-Interieur
Mittlerweile gibt es im Netz Niedervolt-LED-Strahler und Fassungen für Appel und Ei. Der unter Punkt 1 vorgestellte Blumentopf eignet sich somit auch als „Lampenschirm“, erfordert allerdings etwas mehr handwerklich/technisches Geschick … was aber nicht bedeutet, dass ein fünfjähriges Mädchen als zukünftige Designerin es unter Anleitung nicht hinbekommen sollte. ;)
Bei dieser Verwendung einer Ravioli-Dose kann auch „schweres Gerät“ zum Einsatz kommen, um Löcher zu bohren oder Streifen zu sägen, sofern die Banderole ein Foliendruck ist. Am Ende ist es ein einzigartiges Kunstwerk – und das sollte doch Motivation genug sein, ;)

Im CGI ist Solches schnell erstellt und visualisiert, aber das reale Ergebnis ist meist viel schöner als die virtuelle Vorstellung.

Beste Grüße,
ritch <-BastelWastel? ;)